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Zugschellen, © Obermaiselstein

Kupferschmid Rimmel, © Obermaiselstein

"Wenn's fertig ist, hat man einen Stolz", sagt Johannes Rimmel und zeigt auf die rießigen Kupferkessel in dem kleinen Ausstellungsraum. Der 50-jährige gelernte Spengler hat sich auf das Fertigen von kupfernen Kesseln spezialisiert. In Feldkirch lernte er einen Kupferschmied kennen und ging ein paar Tage bei ihm in die Lehre. Heute arbeitet der gebürtige Bolsterlanger in der 300 Jahre alten Kupferschmiede in Obermaiselstein - als einer der letzten Kupferkesselschmiede in Deutschland.

Im Sommer arbeitet Rimmel überwiegend in der Spenglerei seiner Familie und repariert Dächer. Im Winter aber arbeitet er in seiner Kupferschmiede und fertigt vornehmlich Kupferkessel. Er schmiedet auch Edelweiß, formt Drachenköpfe für Wasserspeier und kunstvoll gefiederte Wetterhähne für Hausdächer. Am liebsten jedoch Kessel.

Der größte Kessel, der bisher in der Obermaiselsteiner Kupferschmiede entstanden ist, hatte ein Fassungsvermögen von 500 Litern und einen Durchmesser von etwa 1,20 Meter. Drei Wochen Arbeit stecken in so einem rießigen Gefäß.

Viele Handgriffe haben sich in den vergangenen hundert Jahren nicht geändert. Rimmel ist stolz, dass er auch über Kniffe verfügt, die "keiner mehr weiß". So fertigt er etwa die Kupfernieten zum Anbringen der eisernen Kesselgriffe selbst. "Denn es ist wichtig, altes Wissen zu erhalten und an folgende Generationen weiterzugeben."

Hier ein toller Artikel des AVA-Verlages über unseren Kupferschmid.

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