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Ein Berg Schellen am Viehscheid in Balderschwang, © Gäste-Info Balderschwang

Klausen

Klausen- und BärbeletreibenKlausen- und Bärbeletreiben

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Klausen
 

 

 

Es sind die sog. Rumpelklausen - im Dialekt “Klöüse”, die ihr Unwesen treiben. Mit Eintritt der Dunkelheit laufen die Junggesellen (ab 16 J.) bis zur Unkenntlichkeit mit Tierfellen, Hirsch - und Kuhhörnern vermummt, durchs Dorf und sorgen mit umgehängten Glocken und Schellen für furchterregenden Lärm. Eine lange Weidenrute vervollständigt den “Klaus”. Wer dem Schauspiel im Freien zusehen möchte, sollte sich vor der Rute in Acht nehmen...

 

 

 

 

 

Der uralte Brauch des Klausentreibens stammt bereits aus keltischer Zeit, in der die Ureinwohner hirschköpfige Gottheiten verehrten, Forscher vermuten sogar einen Zusammenhang mit steinzeitlichen Medizinmännern in Hirschgestalt. Die wilden Klausen sollen vermutlich ein Art Vorbote der Rauhnächte darstellen, deren Lärm in heidnischen Zeiten zum Abschrecken böser Geister dienen sollte. Heutzutage ziehen die wilden Gesellen von Haus zu Haus und bekommen Geld oder warme Getränke. Sie schenken, den an diesem Tag natürlich “besonders braven” Kindern, kleine Gabensäckchen, die vorher die Eltern bereitgestellt haben.

 

Bärbele

 

 

 

 

Auch die jungen Frauen im Dorf sind jedes Jahr am 04.12 (Tag der Hl. Barbara), am sog. “Klausenbärbeletag” im Einsatz. Wie auch die männlichen Kollegen ziehen die unverheirateten “Bärbele” wie Hexen vermummt und mit Ruten und Schellen nach Einbruch der Dunkelheit durchs Dorf und bringen den Hausfrauen und Kindern kleine Geschenke (Äpfel, Nüsse, Laible = Plätzchen) mit.